Vor zwanzig Jahren, im Juli, das grazy!
- Michael Markowsky
- 6. Juli
- 2 Min. Lesezeit

Manchmal findet man beim Aufräumen etwas, das einen erwischt, ein Volltrefferle. Bei mir waren es ein paar eingescannte Seiten – die Unterlagen meiner allerersten Ausbildung in Energiearbeit. Oben drauf ein Datum: Juli 2006.
Das ist jetzt zwanzig Jahre her.
Ich weiß noch genau, wie sich das angefühlt hat, als ich diese Blätter zum ersten Mal in der Hand hielt. Eine zweijährige Intensivausbildung in Licht- und Energiearbeit, geistiges Heilen an Chakren und Aurakörpern. Ich wusste damals ehrlich gesagt nicht genau, worauf ich mich da einließ. Ich wusste nur: Da ist etwas, das ich verstehen will. Etwas, das tiefer geht als das, was man im Alltag so mitbekommt.
Kein Wochenendkurs
Wenn ich heute auf den Lehrplan schaue, lese ich Begriffe, die für manche fremd klingen mögen. Chakraatmen. Erdungsübungen. Das Lesen der Auraschichten. Die Heilenden Laute. Haraarbeit. Die Arbeit mit der eigenen Essenz.
Es war kein Kurs, bei dem man schnell eine Technik mitnimmt und wieder geht. Es waren zwei Jahre, Modul für Modul, Wochenende für Wochenende. Im ersten Jahr ging es um Resonanz, Intention, Gefühle und Intuition – darum, überhaupt erst wieder wahrnehmen zu lernen. Im zweiten Jahr wurde es feiner: die Heilenden Laute, das Arbeiten mit dem Tan Tien, die Bauchintelligenz, das Auflösen alter Glaubenssätze.
Was wie eine Sammlung exotischer Techniken aussieht, war im Kern etwas ganz Schlichtes: die Schulung der Wahrnehmung. Langsam, geduldig, Schritt für Schritt feiner spüren zu lernen. Erst den eigenen Körper – und dann das, was darüber hinausgeht.
Die Arbeit beginnt bei dir selbst
Es gibt einen Gedanken aus diesen alten Unterlagen, der bis heute stimmt: Energiearbeit ist immer auch spirituelle Selbsterfahrung.
Das klingt schön. In der Praxis heißt es: Du wirst mit dir selbst konfrontiert. Du stößt an deine eigenen Schatten, an deine Grenzen, an deine Abwehr. Die Themen, um die es wirklich ging, hatten nämlich gar nichts Abgehobenes. Selbstliebe. Abgrenzung. Selbstwert.
Und genau hier hat sich für mich damals etwas geöffnet, das mich bis heute trägt. Bevor du anderen Menschen wirklich begegnen kannst, musst du dir selbst begegnen. Bevor du jemandem helfen kannst, zu sich zurückzufinden, musst du den Weg zu dir selbst kennen.
Das war keine bequeme Erkenntnis. Aber es war eine ehrliche.
Zwanzig Jahre später
Vieles hat sich seitdem verändert. Ich habe weitergelernt, ausprobiert, verworfen, vertieft. Manches von damals mache ich heute anders. Anderes ist genau so geblieben.
Was geblieben ist: die Überzeugung, dass die meisten von uns nicht irgendetwas Neues brauch
en, sondern den Weg zurück zu etwas, das längst da ist. Zu sich selbst. Zur eigenen Mitte, zur eigenen Kraft – zu einer inneren Sicherheit, die nicht davon abhängt, was andere von uns halten.
Genau das ist bis heute der Kern meiner Arbeit in der Praxis für Energiebewusstsein. Und wenn ich auf diese eingescannten Seiten von 2006 schaue, dann sehe ich nicht nur den Anfang einer Ausbildung. Ich sehe den Anfang von all dem.
Wenn ich mit mir von damals reden könnte
Manchmal frage ich mich, was ich dem Menschen sagen würde, der im Juli 2006 diese Blätter in der Hand hielt und noch nicht ahnte, wohin ihn das einmal führen würde.
Wahrscheinlich nur das: Trau dich. Es lohnt sich. Und es wird anders, als du denkst – besser.
Zwanzig Jahre. Wer hätte das gedacht, das grazy!
(Achtung, kein Tippfehler, das sagt man mittlerweile so ;-))
Herzlichst, Michael


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